In der BP veröffentlichte Artikel u. Inserate



Pensionskasse Ostermundigen
Technischer Zinssatz und Deckungsgrad

Liegenschaften bringen konstanten Renditeanteil
Die Befürwortenden der Variante SHP weisen darauf hin, dass die PVK Bern den Versicherten einen höheren technischen Zinssatz zusichert als die SHP, und sie behaupten, die PVK Bern müsse früher oder später den technischen Zinssatz senken, was für die Gemeinde erneut Kosten auslösen würde. In der Abstimmungsbotschaft wird aber aufgezeigt, dass die PVK Bern in den letzten 6 Jahren eine um 0.84% höhere durchschnittliche Rendite erzielt hat als die SHP. Eine höhere Rendite rechtfertigt auch einen höheren technischen Zinssatz. Ob sich die Renditen der beiden Kassen in Zukunft angleichen werden oder nicht, kann niemand verbindlich voraussagen. Bei der PVK Bern bringen die vorhandenen, eigenen Liegenschaften zumindest einen konstanten Renditeanteil.

Was bedeutet „Deckungsgrad 100 %“? 
Die Befürwortenden der Variante SHP weisen weiter darauf hin, dass die PVK einen Deckungsgrad von "nur" 94,5% ausweist. Beim Deckungsgrad ist allerdings nicht nur die Höhe massgebend, sondern auch seine Entwicklung. Gemäss der Abstimmungsbotschaft hat sich z.B. der Deckungsgrad der PVS-B-I-O zwischen Ende 2014 und Ende 2016 von 80% auf 70% reduziert - das lässt zweifellos nichts Gutes erahnen. Bleibt der Deckungsgrad jedoch stabil, ist eine gewisse Unterdeckung nicht alarmierend, denn der Deckungsgrad von 100% ist ein theoretischer Wert: Er beziffert das Vermögen, das vorhanden sein müsste, um
  1. allen bereits pensionierten Versicherten bis zu ihrem Tod die Renten zu finanzieren und

  2. allen noch aktiven Versicherten ihre Freizügigkeitsleistungen auszubezahlen. In diesem Falle wären sämtliche Stellen unbesetzt, was bei den der PVK Bern angeschlossenen Arbeitgebern wie Stadt Bern, Bernmobil u.s.w. schlichtweg undenkbar ist.

Weil dieser Fall niemals eintreten wird, ist die PVK Bern mit dem momentanen Deckungsgrad von 94,5% meilenweit von einer Sanierungspflicht mit Staatsgarantie entfernt. Deshalb ist das Risiko bei der Variante PVK Bern äusserst gering, künftig zusätzliche Steuergelder in die Pensionskasse einschiessen zu müssen.
Aus all diesen Überlegungen ist für den Förderverein Entwicklung Ostermundigen klar, dass bei der Variantenabstimmung zur Pensionskasse Ostermundigen am 24. September 2017 mit Überzeugung
2 mal JA mit Stichentscheid PVK Bern
in die Urne gelegt werden muss.
  

Förderverein Entwicklung Ostermundigen
Theo Weber                        Christian Zahler
Co-Präsident                                  Co-Präsident



Veranstaltung im Tell-Saal:
Dienstag, 5. September 2017, 19.30 Uhr

„Mehr Wohn- und Lebensqualität dank ANANAS?“, zu diesem Thema führt der Förderverein am 5. September im Tell eine Veranstaltung durch. Denkanstösse erhalten wir von Frau Dr. Margrit Hugentobler von der ETH-Zürich. Sie stellt uns einen Leitfaden vor, der Vorschläge unterbreitet, wie bei der weiteren Siedlungsentwicklung vorzugehen ist. Das Ziel dabei ist, wenig zusätzliches Bauland zu verbrauchen – d.h. etwas dichter zu bauen – und trotzdem die Wohn- und Lebensqualität innerhalb der überbauten Gebiete weiter zu erhöhen.
Im Anschluss an das Referat von Frau Hugentobler wird ein Mitglied des Fördervereins erläutern, welche Empfehlungen des Leitfadens aus Sicht des Vereins für Ostermundigen besonders interessant sind, und danach wird ein Mitglied der Planungskommission Ostermundigen aus seiner Sicht eine Stellungnahme zu den Empfehlungen und der Situation in unserer Gemeinde abgeben.
Für die neutrale Moderation der anschliessenden Diskussion ist Herr Dr. Synes Ernst besorgt. Als ehemaliger Gemeinderat kennt er unsere Gemeinde sehr gut.
Was ist ANANAS?
ANANAS ist die Abkürzung von „Angebotsstrategie NAchhaltig NAchverdichteter Städte“. Das ist der Name eines Projekts, das mit Beteiligung der ETH durchgeführt worden ist. Der erwähnte Leitfaden ist das Ergebnis des Projekts.
Wir laden Sie herzlich ein, die Veranstaltung zu besuchen – Ihre Meinung zu der zukünftigen baulichen Entwicklung in unserer Gemeinde interessiert uns sehr!

Förderverein Entwicklung Ostermundigen
Theo Weber                        Christian Zahler
Co-Präsident                                  Co-Präsident



Pensionskasse Ostermundigen
VARIANTEN-BEKENNTNIS

Einig sind sich alle, dass gemäss Volksbeschluss vom 27. November 2016 ein Verbleib in der Pensionskasse Bolligen/Ittigen/Ostermundigen (PVS BIO) von der Mehrheit unserer Stimmbevölkerung nicht erwünscht ist.
Ebenfalls Einigkeit herrscht darin, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger eine Auswahl treffen wollen, welche Pensionskasse für unsere Gemeindeangestellten die Richtige ist.
Gestützt auf diese Erkenntnisse haben sowohl der Gemeinderat (GR) als auch das Parlament (GGR) beschlossen, die nächste Volksvorlage über die zu sanierende Pensionskasse als Variantenabstimmung durchzuführen.
So weit, so gut. Nach Auffassung des Fördervereins ist es jedoch üblich, dass bei einer solchen Variantenabstimmung die Behörden dem Stimmvolk eine begründete Empfehlung abgeben, welcher Variante der Vorzug zu geben ist, wenn beide angenommen werden. Dies deshalb, damit die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger besser beurteilen können, welcher Variante sie bei der Stichfrage den Vorzug geben möchten.
Personal und Finanzkommission für PVK Bern
Leider enthält die Abstimmungsvorlage zur Pensionskassensanierung keine solche Empfehlung. Dies, obschon das betroffene Personal sich bei einer durchgeführten Konsultativabstimmung mit 106 zu 10 Stimmen für die Personalvorsorgekasse der Stadt Bern (PVK Bern) entschieden hat und auch die Finanzkommission, als vorberatendes Gremium des Gemeinderates, diesem beantragte, eine Variantenabstimmung mit der Empfehlung eines Anschlusses an die PVK Bern durchzuführen.
Für den Förderverein ist es deshalb nicht verständlich, weshalb sich weder der GR noch der GGR zu einer Empfehlung durchgerungen haben.
Förderverein für PVK Bern
Nach gründlicher Prüfung aller bekannten Fakten und einem seriös durchgeführten Vergleich zwischen den beiden zur Diskussion stehenden Varianten ist der Förderverein zur klaren Erkenntnis gelangt, dass ein Anschluss an die PVK Bern die bessere und für unsere Gemeinde tragfähigere Lösung ist. Bei der heute sichersten Kapitalanlage – den Liegenschaften – verfügt die PVK Bern über wesentlich mehr Erfahrung als die SHP. Deshalb verdient sie unser Vertrauen. Wir sind der Meinung, dass ein Anschluss an die SHP ein Experiment mit unsicherem Ausgang darstellen würde, und deshalb für eine Gemeinde in der Grösse von Ostermundigen keine nachhaltige und verantwortbare Lösung sein kann. Diese Meinung wird der Förderverein in der nächsten Ausgabe der Bantiger Post detailliert begründen.
Der Förderverein Entwicklung Ostermundigen empfiehlt für die Variantenabstimmung zur Pensionskasse Ostermundigen am 24. September 2017
2 mal JA mit Stichentscheid PVK Bern
in die Urne zu legen.

Förderverein Entwicklung Ostermundigen
Theo Weber                        Christian Zahler
Co-Präsident                       Co-Präsident



Pensionskasse Ostermundigen
VARIANTEN-BEGRÜNDUNG

Einig sind sich alle, dass ein Verbleib in der Pensionskasse Bolligen/Ittigen/Ostermundigen (PVS BIO) sowohl für das betroffene Gemeindepersonal als auch für die Attraktivität der Gemeinde als Arbeitgeberin die schlechteste Variante wäre. Dieser Verbleib würde eine weitere Volksabstimmung bedingen, wenn bei der damit erforderlichen Sanierung eine annähernd gleich gute Lösung sowohl für die Gemeinde als auch für das Personal erreicht werden soll.
Daraus resultiert, dass zumindest ein doppeltes JA sinnvoll ist, denn beide vorgelegten Varianten sind besser und sogar kostengünstiger, als eine optimale Sanierung der PVS BIO.
Diese beiden Varianten haben nach Meinung des Fördervereins jedoch markante Unterschiede, welche klar einen Entscheid zu Gunsten der PVK Bern mit sich bringen:
PVK Bern: Erfahrung mit Liegenschaften
Wie bereits erwähnt, verfügt die PVK Bern im Vergleich zur SHP über wesentlich mehr Erfahrung mit dem Besitz und der Bewirtschaftung von Liegenschaften – der heute sichersten Kapitalanlage. Die PVK Bern hat mit rund 756 Mio. Franken über 38 % des Anlagevermögens in Liegenschaften mit 1'500 Wohnungen in Bern und Umgebung, verfügt über sechs beauftragte, selbständige Liegenschaftsverwaltungen und beschäftigt einen eigenen Architekten für den Liegenschaftsunterhalt.
SHP: Kaum Erfahrung mit Liegenschaften
Im Gegensatz dazu hat die SHP zwar erkannt, dass nachhaltige und stabile Erträge vor allem im Liegenschaftsbereich erwirtschaftet werden können und ist deshalb bestrebt, diesen Bereich auszubauen. Aber eben: Sie muss den Bereich erst noch ausbauen. Wenn die Immobilien der PVS BIO - welche alle im Einzugsgebiet der Gemeinden Bolligen, Ittigen und Ostermundigen liegen - von der SHP übernommen und selbst bewirtschaftet würden, könnte sie die Liegenschaften nicht mit dem bestehenden Personal verwalten. Die Folge wäre eine Erhöhung der Verwaltungskosten. Diese Kosten sind in den vorliegenden Berechnungen noch nicht berücksichtigt worden. Der Förderverein ist deshalb klar der Ansicht, dass es nicht Aufgabe der Gemeinde Ostermundigen sein kann, als «Steigbügelhalter» zur Optimierung einer Pensionskasse benutzt zu werden.
SHP: Nur wenig angeschlossene Gemeinden
Hinzu kommt, dass die SHP mit der Aufnahme von Gemeinden ihrem eigenen, ursprünglichen «Ziel und Zweck» widerspricht, der da heisst:
«Die Pensionskasse SHP bezweckt die Wahrnehmung der beruflichen Vorsorge im Rahmen des Bundesgesetzes (BVG) und dessen Ausführungsbestimmungen für Personen, welche direkt oder indirekt im Gesundheitswesen tätig sind, sowie für deren Angehörige und Hinterlassene gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Tod und Invalidität.»
Die SHP hat rund 460 angeschlossene Institutionen, darunter gerade mal neun Gemeinden - und davon die drei grössten erst seit 1.1. 2017.
Auf diesen Zeitpunkt wurde das überarbeitete Vorsorgereglement in Kraft gesetzt und die Akquisition um den Bereich «Gemeinden» erweitert.
Wenn man bei der PVK Bern auch noch die vorhandene Staatsgarantie berücksichtigt und zudem weiss, dass die Sanierungsmassnahmen über 32 Jahre verteilt aus Renditeerträgen finanziert werden - und es damit keine zusätzlichen Steuergelder benötigt - ist für den Förderverein Entwicklung Ostermundigen klar, dass bei der Variantenabstimmung zur Pensionskasse Ostermundigen am 24. September 2017 mit Überzeugung
2 mal JA mit Stichentscheid PVK Bern
in die Urne gelegt werden muss.


Förderverein Entwicklung Ostermundigen
Theo Weber                        Christian Zahler
Co-Präsident                       Co-Präsident





Bantiger-Post vom 24.03.2016
Der Schnellste Weg nach Bern führt über die Linie 10
Ich möchte Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, den IG-VO Vorschlag eines Direktbusses bis zum Hauptbahnhof erläutern, wie er im Artikel der Bantiger Post vom 17.03.2016 und auf den diversen Fylern abgebildet ist. Und warum dieser Direktbus eine reine Utopie ist.
  1. Guisanplatz
    Der Guisanplatz ist heute an seiner Kapazitätsgrenze. Eine weitere Buslinie über den Platz wird zu vermehrter Staubildung führen. Ohne grössere bauliche Massnahmen wird sich der Verkehr gegenseitig behindern. Davon ist nicht nur der IG-VO Direktbus sondern auch die Linien 9 und 40 betroffen.

  2. Linie 20
    Die Linie 20 steht, trotz eigener Busspuren, regelmässig in der Lorraine und in der Winkelriedstrasse im Stau. Von diesem Stau wäre auch der IG-VO Direktbus betroffen. Unregelmässiger Verkehr gehört dort auch dazu, genau wie auf der Bernstrasse. Desweitern hat die Stadt ein Projekt gestartet, welches die Linie 20 auch durch eine Tramlinie ersetzen will. Der Direktbus kann dann wählen, ob er die Busspur verwendet oder auf der MIV Fahrbahn fährt. In beiden Fällen wird er aufgehalten und kann nicht überholen.

  3. Schermenweg
    Im Schermenweg zwischen Kreisel Wankdorfkreuzung bis zur Kreuzung Bolligenstrasse ist heute schon mit Staus zu rechnen. Einerseits ist die Strasse ein Zubringer zur Autobahn in Richtung Freiburg und Thun und zum anderen die Versorgungsstrasse in Richtung Worblental. Nicht ohne Grund wurde die Linie 28 auf die Wölflistrasse verlegt. So kann sie dem Stau aus dem Weg gehen. Der IG-VO Direktbus würde sich durch den MIV zur Wankdorfkreuzung kämpfen.

  4. Fahrzeit
    Die IG-VO sagt uns leider nicht, dass der Direktbus über Guisanplatz oder Wankdorf eine wesentlich längere Fahrzeit hat. Rechnen wir mal zusammen. Die Linie 10 braucht heute 19 Minuten von der Rüti zum Hauptbahnhof. Die Linie 20 braucht bis zur Markuskirche 8 Minuten und bis zum Wyler 9 bis 10 Minuten.

    Variante Guisanplatz: Der Bus würde wahrscheinlich durch die Mingerstrasse fahren. Also würde der Bus bis Ende Schosshaldenfriedhof ca. 9 Minuten benötigen. Rechnen wir die 8 Minuten bis zur Markuskirche dazu, sind wir schon bei 17 Minuten. Wir müssen jedoch noch die Fahrzeit zwischen Schosshaldenfriedhof und Markuskirche addieren. Da sprechen wir schnell von 7 bis 10 Minuten zusätzlich. Am Guisanplatz können schnell 2 bis 3 Min verloren gehen, bis der Bus eine Grünphase hat. Am Eigerplatz gibt es eine ähnliche Situation der Linie 10. Diese Variante ergibt eine Gesamtfahrzeit Rüti – Hauptbahnhof von 24 bis 27 Minuten.

    Variante Wankdorf: Hier würde der Bus wohl über den Schermenweg und Winkelriedstrasse führen. Linie 10 hat bis zum Bahnohf Ostermundigen 6 Minuten. Addieren wir wieder die 9 Minuten der Linie 20 bis zur Haltestelle Wyler dazu, sind wir schon bei 15 Minuten. Es fehlt also wieder die Fahrzeit zwischen Bahnhof Ostermundigen und Wankdorf. Hier kommen ohne weiteres 10 Min hinzu. Sind wir schon bei 25 Minuten Fahrzeit von Rüti bis Hauptbahnhof.

Eine neue Buslinie, die in den städtischen Quartieren keine Haltestelle bedient, bringt der Stadt Bern nichts. Deshalb wird sie einer solchen Lösung nicht zustimmen. „Überspringt“ der Direktbus auf Boden der Stadt Bern nur wenige Haltestellen, reduziert sich seine Fahrzeit im Vergleich zum Normalkurs nicht. Der Vergleich mit den Fahrzeiten der Linie 20 macht deshalb Sinn.
Egal welchen Weg der sogenannte Direktbus nimmt, er wird definitiv eine längere Fahrzeit haben, als die heutige Linie 10. Sämtliche Fahrzeitangaben der Linien 10 und 20 stammen aus dem offiziellen Kursbuch des Liberos. Ein ungeschriebenes Gesetzt sagt, dass Fahrgäste grundsätzlich den schnellsten Weg wählen.
Darum empfehlen wir Ihnen, am 3. April zweimal JA zu stimmen

Förderverein Entwicklung Ostermundigen
Markus Blaser.


Bantger-Post vom 24.03.2016
Versenken – aber was?
Gedanken zum zweiten Flugblatt der IGVO
Liebe Stimmbürgerin, lieber Stimmbürger, haben Sie auch die Einladung der IG-VO zum fröhlichen Schiffli-Versenken gelesen? Das ist ja ganz schön gross geschrieben, im Gegensatz zur Rückseite, da musste ich schon die Lupe aus der Schublade nehmen. Die IG sorgt sich ja immer so für uns ältere Menschen, vielleicht liefert sie dann zum nächsten derart klein geschriebenen Text den Vorleser mit …
Aber ich bin abgeschweift: Haben Sie es nun gelesen? Schiffli versenken, das kann ja ein recht lustiges Spiel sein. Tram versenken??? Da müssen wir schon dahinter schauen. Darum geht es bei dieser Fragestellung gar nicht. Nein! Hier soll die Gemeinde versenkt werden! Hier soll Ostermundigen versenkt werden!
Ohne zeitgerechte Ausbauten von Bahnhof und Bernstrasse, ohne Einsatz eines genügend grossen Gefässes für die wichtigste ÖV-Linie in die Stadt, ist die Gemeinde von Zukunftsimpulsen abgeschnitten: Für die Ortsansässigen ist es weniger interessant, in Ostermundigen zu bleiben; für Neuzuzüger ist es weniger interessant, nach Ostermundigen zu kommen, und für Investoren ist es weniger interessant, in Ostermundigen zu investieren. .
Nachdem Sie, liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mit der Zustimmung zur Hochhausplanung ein erstes starkes Signal zur Vorwärts-Entwicklung von Ostermundigen abgegeben haben, ist der nächste Schritt nur logisch:
Legen Sie am 3. April ein doppeltes JA für Initiative und Gegenvorschlag in die Urne.

Förderverein Entwicklung Ostermundigen
Ulrich B. Noelpp
   

Das Tram als Motor
Das Tram ist mehr als einfach ein Beförderungsmittel: Das erlebten die Befürworter auf einer Exkursion in den Westen Berns.

Stephan Künzi
Was haben der Europaplatz in Bern und die Bahnhofunterführung in Ostermundigen gemeinsam? Etliches, zumindest in den Augen der Befürworter der neuen Tramvorlage in Ostermundigen: Eine kleine Gruppe von ihnen ist nach Bern gereist, um mit Architekturhistoriker Christoph Schläppi zu erleben, wie das Tram ein Quartier prägen kann. Und einen Unort, wie eben die Bahnhofunterführung Ostermundigen einer ist, völlig verwandeln kann.
Grosszügige Fläche
Start der Exkursion ist der Bahnhof Europaplatz, wo seit gut fünf Jahren das Tram Bern-West Halt macht. Schläppi erinnert daran, wie hier in der Folge eine unschöne Parkfläche für Autos zu einem einladenden Ort der Begegnung umgebaut worden ist.
Auch wenn es am mächtigen, das Bild so prägenden Autobahnviadukt nichts zu rütteln gab: Der Fachmann weist erstens darauf hin, dass sich der Platz leicht gegen die SBB-Gleise hin absenkt, damit den Blick durch die dortige Unterführung hindurch freigibt und so ein Gefühl von Weite schafft. Und zeigt zweitens hinauf zu den Scheinwerfern bei den Pfeilern des Viadukts, die bei Dunkelheit eine entscheidende Rolle spielen. «Sie tauchen den Platz in ein ­zauberhaftes Licht.»
Dazu böten Sitzstufen die Möglichkeit zum Verweilen. Die grosszügig bemessene freie Fläche trage das Ihre dazu bei, dass die Leute kämen. «Sie sollen den Platz mit Leben füllen, das passiert an schönen Abenden auch.»
Das Tram hat Platz
Ein Tram hat sogar in dörflichen Strukturen Platz, wo der Raum begrenzt ist. Schläppi sagt es ein paar Stationen weiter auf einem kurzen Spaziergang von der Haltestelle Bümpliz Post zum Bachmätteli. Hier verlaufen die Schienen mitten in der Fahrbahn, doch Konflikte mit den Autos sind nicht zu beobachten.
Dann lenkt er das Augenmerk weiter auf den Strassenraum, der mit dem Bau des Trams völlig neu gestaltet worden ist. Bümpliz wie auch das benachbarte Bethlehem hätten nur gewonnen, «man überlegt sich wieder, ob man hier wohnen möchte». Plötzlich gebe es ein Interesse, im Quartier neu und verdichtet zu bauen. In Zeiten, in denen der Schutz des Kulturlandes immer wichtiger werde, sei das nur erwünscht.
(Erstellt: 14.03.2016, 08:42 Uhr Berner Zeitung)


Bantiger Post vom 17.03,2016
Augenschein in Bümpliz 
Am Samstag 12.3.2016, an einem grauen, windigen, kalten Nachmittag hat sich eine kleine Gruppe interessierter Ostermundiger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Grenze von Bern zu Bümpliz getroffen. Am Europaplatz, S-Bahnstation, von Ostermundigen ohne umsteigen in wenigen Minuten erreichbar.
Herr Christoph Schläppi, Architekturhistoriker <http://www.christophschlaeppi.ch>, erklärte uns die Wandlung dieses Platzes vom schlimmsten Unort des Kantons zu einem städtebaulichen Bijou, mit einem renommierten Preis bedacht. Ganz wenige Massnahmen waren nötig gewesen: Die Schaffung einer Sichtverbindung zwischen  den zwei S-Bahnstationen, die Platzabdeckung mit feinem Asfalt, Beleuchtungen, die wie Krägen um die Stützen der Autobahn gelegt sind. Bei warmem Wetter beleben Kinder den Platz, sie können ihren Bewegungsdrang ausleben, weil hier spärlich oder nicht möbliert ist, die Kinder nichts zerstören können. Die Haltestelle fürs Tram und Bus gibt einen guten Eindruck, wie vielleicht einmal die verbreiterte, luftigere Unterführung bei unserm Bahnhof aussehen könnte.
Bei der Post Bümpliz zeigte er uns einen Kreisel, den das Tram elegant und leise durchfährt. Leise? Ja, wir hörten, wie der Verkehrslärm schlagartig leiser wurde, wenn ein Tram an uns vorbeifuhr, und lauter, wenn wieder PWs vorbeifahren.
                        
Die Bümplizer Bernstrasse ist sehr schmal, hat beidseitig recht verschiedene Bebauung. Das Tram hat problemlos Platz – recht starker Autoverkehr auch. Der Bus konnte früher nur in einer Richtung durchfahren.
Das Bachmätteli schliesslich zeigt die Gestaltung eines kleinen Parks mit prominenter Tram- und Busstation.
Die Umstellung von Bus auf Tram hat in Bümpliz Gelegenheit geschaffen, den öffentlichen Raum neu zu gestalten, was der Bevölkerung ihrerseits neue Möglichkeiten zur Entfaltung bietet, die auch reichlich genutzt werden.
Wir danken Herrn Schläppi für die fundierten Einblicke und Erklärungen.
In Ostermundigen wollen wir gleichfalls von den neuen Gestaltungsmöglichkeiten profitieren,
deshalb empfehlen wir Ihnen, am 3.April ein doppeltes JA einzulegen.
Förderverein Entwicklung Ostermundigen
Ulrich B. Noelpp


Bantiger Post vom 17.03.2016
Mogelpack der IG-VO
Zu den Falschaussagen in deren Flugblatt
Mit der gewohnten Technik – Falsch-Informationen, Manipulationen, Anwürfe – versucht die IG-VO mit einem Flugblatt Sie, liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, zu verunsichern. Lassen Sie uns die Stichworte in Kürze betrachten:
Kapazität eines 10er Trams?  Sie wurde bereits mit dem Projekt Tram Region Bern (TRB) vollständig nachgewiesen: Die Kapazität genügt mindestens für die nächsten 30 Jahre. Zudem: Für die Feinerschliessung im öffentlichen Verkehr ist ein grösseres Fahrzeug als das Tram schlicht nicht in Sicht. Die Fachleute haben schon mehrmals nachgewiesen, dass die Buslinie 10 nicht mit einer zweiten Busverbindung entlastet werden kann, weil jede denkbare alternative Linien­führung markant länger und deshalb weniger attraktiv ist.
Kosten der Sanierung Bernstrasse: Sie sind in der Abstimmungsbotschaft ausgewiesen. Der grössere Teil des anbegehrten Kredits von 28 Mio CHF geht in diese Sanierung. Der Kanton entscheidet letztlich, welche Transportmittel im ÖV eingesetzt werden. Wenn er sich für ein Tram entscheidet, bezahlt er die Traminfrastruktur, d.h. er bezahlt die Schienen, die Fundamente der Schienen und den Strassenaufbau unter den Fundamenten. Zwei Schienenpaare beanspruchen in etwa eine Breite von 5 m – in diesem Bereich muss die Gemeinde die Strasse nicht sanieren. Sie spart damit Kosten.
Ausbau Bahnhof: Ohne ein Tramprojekt werden die SBB die Behinderten-Zugänglichkeit mit minimalsten Mitteln realisieren – das gibt gerade mal einen Lift für die Geleise 2 und 3. Ganz sicher benötigen die SBB keine verbreiterte Unterführung, somit wird kein Platz geschaffen für Haltestellen des ÖV.
Rüti: Aus der letzten Abstimmung und der darauf folgenden Umfrage ergab sich, dass der Anschluss der Rüti an ein leistungsfähigeres Transportsystem vorwiegend aus Kostengründen nicht gewünscht wird; zudem stiess die Lage der Wendeschlaufe in der Rüti auf Ablehnung  – die Konsequenz ist die Umsteigelösung. Aber, mit den dabei eingesetzten kleineren Fahrzeugen wird die Rüti ganz wesentlich besser erschlossen!  Welche anderen Quartiere angeblich „abgehängt“ werden, kann uns das Flugblatt nicht erklären. In Wahrheit plant die Regionalkonferenz, mindestens das Oberfeld mit einer neuen Ortsbuslinie zu erschliessen.
Stau? 10 Trams pro Stunde sollen mehr Stau verursachen als 20 Busse? Bitte überlegen!
Flaschenhals Innenstadt: In Bern ist die Planung für eine zweite Tramachse aufgegleist, aber sistiert, solange kein weiteres Tram beschlossen wird. Die Berner Stimmberechtigten haben dem Projekt TRB zugestimmt; sie sind somit wie die Fachleute der Meinung, die Situation in der Innenstadt sei verkraftbar – was ist deren Volkswille wert?
Alternativen: Aus 23 verschiedenen Lösungen hat das Projektteam TRB die Tram-Lösung als effizienteste und Kosten-günstigste ermittelt. Trotz Aufrufen wurde keine einzige bessere Lösung gemeldet.
Alleen: Ein guter Teil der vorhandenen Alleebäume muss in nächster Zeit vorwiegend wegen Krankheiten ersetzt werden. Optimierungen haben übrigens aufgezeigt, dass mindestens im Bereich Schosshaldenfriedhof die Allee einseitig geschont werden kann. Die Alleen stehen übrigens auf Boden der Stadt Bern, und die Berner Stimmberechtigten haben zugestimmt. Klimaschutz heisst, Dieselmotoren ersetzen.
Zwängerei: Wer zwängt hier eigentlich? Die IG-VO versucht ja nur in bekannter Manier, dem „motorisierten Individualverkehr“ (typischerweise eine Person in einem Auto) den Vorrang über den „öffentlichen Verkehr“ (100 bis 200 Personen pro Fahrzeug) zu erkämpfen, mit höchst zweifelhaften Argumenten.
Wir setzen uns ein für ein Ostermundigen, das sich positiv weiterentwickeln kann, mit zeitgemässen Verkehrsmitteln, einer sanierten Hauptstrasse, die einer modernen Gemeinde würdig ist, einem Bahnhof, der für Alle zugänglich ist und kurze Wege zum Umsteigen bietet.
Deshalb empfehlen wir Ihnen das doppelte JA.
Förderverein Entwicklung Ostermundigen
Ulrich B. Noelpp

 


​Bantiger Post vom 10.03.2016
Fehlendes Demokratieverständnis? Eben nicht!
Die Gegner der Initiative „Bernstrasse sanieren, Verkehr optimieren“ und des Gegenvorschlages werfen den Initianten fehlendes Demokratie­verständnis vor, weil am 3. April „schon wieder“ abgestimmt wird. Es stimmt, eine Mehrheit der Stimmenden hat im September 2014 das Geschäft Tram Region Bern abgelehnt. Daraus kann jedoch nicht abgeleitet werden, dass die Stimmberechtigten
  • den behindertengerechten Ausbau der Bahnhofunterführung ablehnen,

  • allein für die Sanierung der Bernstrasse und ihrer Werkleitungen markant mehr als die seinerzeit beantragten 28 Mio. Franken investieren

  • resp. auf eine zeitgemässe Gestaltung der Bernstrasse verzichten wollen.

Um genau diese Fragen geht es jedoch.
Bevölkerungsumfrage als Interpretationshilfe
Die vom GFS-Institut im Auftrag des Gemeinderates durchgeführte Bevölkerungs­umfrage hilft, den Volkswillen zu interpretieren. Danach waren viele Stimmberech­tigte der Meinung, es gäbe günstigere Lösungen; insbesondere der Rütitunnel ist als zu teuer beurteilt worden. Die Initianten und die Behörden haben reagiert:
  • Kanton und Bund müssen nur noch knapp die Hälfte investieren, weil der Tram-Ast Bern-Köniz und der Rütitunnel nicht mehr zur Diskussion stehen.

Fachlich und finanziell überzeugend
Die Behörden weisen nach, dass es keine fachlich und finanziell überzeugenderen Lösungen gibt als die Initiative und der Gegenvorschlag. Wichtig ist Folgendes:
  • Der Kanton und der Bund finanzieren die Traminfrastruktur zu 100%.

  • Beim gemeinsamen Vorgehen fahren Bund, Kanton und Gemeinde günstiger, weil sie die anstehenden Aufgaben koordiniert ausführen können.

Ähnliches gilt für den Ausbau der Bahnhofunterführung, der allein 30 Mio. Franken kostet. Ein Ausbau im Alleingang kann sich die Gemeinde gar nicht leisten.
Damit ist belegt, dass es sich nicht um mangelndes Demokratieverständnis handelt, sondern um eine verantwortungsvolle Weiterbearbeitung der anstehenden und dringend zu realisierenden Infrastrukturaufgaben unserer Gemeinde.
Was ist der Berner Volkswille wert?
Wie hält es denn die IG-VO mit dem Volkswillen? In der Bantiger Post vom 3. März erläutert sie, wie in der Stadt Bern ihrer Meinung nach das zukünftige Tram geführt werden sollte. Sie übersieht dabei: Ostermundigen kann dem Kanton, der Region und der Stadt nicht die Linienführung in Bern diktieren. Zudem: In Bern hat das Volk Tram Region Bern deutlich angenommen, inkl. der beantragten Linienführung. Ist dieser Volkswille der IG-VO nichts wert?
Förderverein Entwicklung Ostermundigen
Theo Weber, Co-Präsident           Christian Zahler, Co-Präsident



Bantiger Post vom 04.03.2016
Eine Investition, die sich lohnt
Warum waren der Bund und der Kanton im Rahmen des Projekts Tram Region Bern bereit, in den Ausbau der Linie 10 zu investieren? Wenn die öffentliche Hand in die Verkehrsinfrastruktur investiert, geht es darum, die von der Bevölkerung und der Wirtschaft gewünschte Mobilität in guter Qualität, zu tragbaren Kosten und möglichst umweltschonend zu ermöglichen.
Bund und Kanton sind offensichtlich zum Schluss gekommen, das die Kosten für den Ausbau der Linie 10 tragbar sind und ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis vorliegt. Könnten ihrer Meinung nach bei andern Projekten deutlich bessere Kosten-Nutzen-Verhältnisse erzielt werden, würden sie selbstverständlich diese bevorzugen.
Eine Ablehnung würde den Interessen von Bund und Kanton widersprechen
Wer am 3. April als Ostermundigerin oder Ostermundiger die Initiative „Bernstrasse sanieren, Verkehr optimieren“ und den Gegenvorschlag ablehnt, scheint der Meinung zu sein, man müsse Bund und Kanton vor einer Fehlinvestition bewahren. Damit traut man sich offenbar zu, die Verkehrspolitik und die finanziellen Belange von Bund und Kanton besser als die dafür zuständigen Behörden beurteilen zu können. Wir meinen: Diese Gegnerinnen und Gegner überschätzen sich.
Es freut uns, dass Bund und Kanton der Linie 10 einen hohen Stellenwert beimessen, und wir sind überzeugt, dass eine Annahme von Initiative und Gegenvorschlag im Interesse von Bund, Kanton und Gemeinde liegt. Wir empfehlen Ihnen deshalb 2 x JA in die Urne zu legen.
Förderverein Entwicklung Ostermundigen
Theo Weber                        Christian Zahler
Co-Präsident                      
Co-Präsident


Bantiger Post vom 25.02.16
Kurzfristig wirksame ÖV-Verbesserungen
Falls am 3. April entweder die Initiative „Bernstrasse sanieren, Verkehr optimieren“ oder der Gegenvorschlag angenommen wird, dürfte es noch 8 – 10 Jahre dauern, bis die Bernstrasse saniert, die Bahnhofunterführung behindertengerecht ausgebaut und der Busbetrieb auf Tram umgestellt sind. Weil die Busse auf der Linie 10 heute ihre Kapazitätsgrenze erreicht haben, braucht es auf jeden Fall kurzfristig wirksame ÖV-Verbesserungen.
Der Förderverein Entwicklung Ostermundigen hat eine kurzfristig wirksame Massnahme vorgeschlagen: Den heutigen 3-Minuten-Takt weiter verdichten, aber nicht mehr jeden Bus bis in die Rüti führen; jeder zweite Bus könnte bereits beim Bahnhof wenden.
Letzte Woche haben nun die regionalen Behörden ihre Verbesserungsvorschläge für die Zeit von 2018 – 2021 vorgestellt. Sie sind grundsätzlich zum gleichen Schluss gekommen, jedoch mit dem Vorschlag, dass jeder zweite Bus erst beim Wegmühlegässli wenden soll.
Der Vorteil und der Nachteil
Der Vorteil dieser Massnahme: Sie kann ohne grossen Aufwand eingeführt werden und ist kurzfristig wirksam.
Der Nachteil dieser Massnahme: Sie ist eben „nur“ kurzfristig wirksam. Sie entbindet die Beteiligten (Bund, Kanton, Region, Stadt Bern, Ostermundigen) nicht davon, dem­nächst die Weichen für langfristig wirksame ÖV-Verbesserungen richtig zu stellen.
Keine finanziell verantwortbaren, wirksamen Alternativen zur Linie 10
Im Rahmen ihrer Abklärungen haben die regionalen Behörden nochmals rund 20 Varianten geprüft, und dabei haben sich frühere Erkenntnisse bestätigt: Weder Eilkurse noch die Verlängerung der Linie 12 nach Ostermundigen, noch eine weitere Buslinie parallel zur Linie 10 bringen eine wirksame Entlastung der Linie 10, auch keine der andern geprüften Varianten. Als langfristig wirksame ÖV-Verbesserung gibt es keine andere Möglichkeit, als die Kapazität der ÖV-Fahrzeuge auf der Linie 10 deutlich zu erhöhen. Die mit Doppelgelenkbussen erreichbare Kapazitätserweiterung würde gemäss den Fachleuten bis ca. 2030 reichen – dies ist viel zu wenig, verglichen mit den für die Einführung des Doppelgelenkbusses notwendigen Investitionen. Zudem sind erhebliche Fehlinvestitionen unvermeidlich, falls die Gemeinde bis 2030 die Bernstrasse und ihre Werkleitungen saniert und nach 2030 die Bernstrasse nochmals aufgerissen wird, um eben doch auf Tram umzustellen. Sich jetzt für die Umstellung auf Trambetrieb zu entscheiden, drängt sich deshalb auf.
Darum 2 x JA am 3. April – nur so werden die Weichen richtig gestellt.
Förderverein Entwicklung Ostermundigen
Theo Weber                        Christian Zahler
Co-Präsident                                  Co-Präsident


Bantiger Post vom 18.02.16

Hat die FDP nicht mehr zu bieten?
Wir schätzen die Meinungsäusserungsfreiheit, sind aber erstaunt darüber, wie Herr Hubschmid im Namen der FDP lospoltert (BP vom 11.02.16).
Ein paar Fakten:
An der Veranstaltung vom 25. Januar vermisste Herr Hubschmid die Gelegenheit, gegen die Initiative „Bernstrasse sanieren, Verkehr optimieren“ und den Gegenvorschlag vom Leder ziehen zu können. Das ist sein Problem. Die Veranstaltung wurde genau wie angekündigt durchgeführt, eine Podiumsdiskussion war nie vorgesehen.
Herr Hubschmid bezeichnet die vom GFS-Institut durchgeführte Umfrage als nicht repräsentativ. Die Kritik muss er an Herrn Longchamp richten.
Herr Hubschmid schreibt, wir würden Druck aufsetzen mit der Behauptung, bei einem Nein würden in den nächsten 10 Jahren keine Sanierungen durchgeführt. Wir sagen das Gegenteil: Bernstrasse, Werkleitungen und Bahnhofzugang müssen demnächst saniert werden; die kostengünstigste Lösung erhalten wir bei einem mit Bund, Kanton und Stadt Bern koordinierten Vorgehen. Teuer wird es bei einem Nein zu den beiden Vorlagen.
Herr Hubschmid schreibt, wir würden den negativen Volksentscheid nicht akzeptieren. Tatsache ist: Weil das Volk auch die Sanierung der Bernstrasse abgelehnt hat, die Bernstrasse aber saniert werden muss, kann der Volksentscheid nicht einfach mit Nichtstun akzeptiert werden. Hände in den Schoss legen ist somit nicht angesagt!
Herr Hubschmid kritisiert, die Buserschliessung der Rüti sei noch nicht geplant und deshalb ungewiss. Tatsache ist: Ein Initiativkomitee kann nicht eine Buserschliessung planen; die Behörden könnten es, aber sie schlagen vor, für die Tramendstation noch mehrere Varianten zu prüfen. Es ist logisch, dass sie nicht schon für jede mögliche Variante eine Rüti-Buserschliessung geplant haben.
Herr Hubschmid schreibt weiter, am Horizont würden sich andere als die vorgeschlagenen Lösungen abzeichnen, aber es spreche niemand darüber. Lieber Herr Hubschmid, warum sprechen Sie nicht darüber? Dann wüssten wir alle, was Sie damit meinen.
Steht die FDP hinter all diesen Behauptungen eines ihrer Mitglieder? So wie wir die Partei bisher kennen, muss mehr Substanz vorhanden sein.
Förderverein Entwicklung Ostermundigen
Theo Weber                        Christian Zahler
Co-Präsident                                  Co-Präsident


Die Wiedergeburt zu Bethlehem
Im Rahmen der Diskussionen um die neue Tramlinie nach Ostermundigen ist häufig vergessen worden, welch grosses Potential die begleitende Neugestaltung von Strassenräumen für die Vitalität eines Ortes hat. Ein Strassenraum erfüllt eine erstaunliche Vielfalt an Aufgaben. Funktionalisten haben seit den 1930er Jahren versucht, Verkehrsprobleme und Konflikte mit Funktionstrennungen anzupacken, also Flächen für Fussgänger, Velos, Autos etc. zu trennen. Das, was das Wesen einer Strasse ausmacht, hat dabei fast immer gelitten. Strassen sind eben nicht nur Verkehrsflächen, sondern vor allem auch Sozialräume. Strassen sind dann am lebendigsten, sichersten, wohnlichsten, wenn auf ihnen Koexistenz gelebt, d. h. niemand von ihrem Gebrauch ausgeschlossen wird.
Strassenumgestaltung als Chance